Schüler müssen teilweise 3km entfernt unterrichtet werden
Grundschule wartet seit 20 Jahren auf Anbau
Die vergessene Grundschule in Goldbach im Kreis Gotha kann sich doch Hoffnungen machen. Am Mittwochabend will der Kreistag eine Entscheidung über einen mittelfristigen Finanzplan in Höhe von 5 Millionen Euro treffen. Beim mittelfristigen Finanzplan sieht es so aus, dass es nicht gleich mit dem erhofften Anbau losgeht, aber er zumindest in Planung ist. Mehr will die Schule gar nicht. Und die Chancen stehen gut, dass die Kreistagsmitglieder dem heute zustimmen werden.
Ab 17 Uhr ist vor dem Kreistagsgebäude in Gotha eine Demo dazu geplant. Nur Eltern und Lehrer werden demonstrieren. Sie hoffen, dass die Kreistagsmitglieder ein Herz für die Schule haben.
Was war passiert?
Hörer Jens aus dem Landkreis Gotha hat uns über facebook auf das Problem der Goldbacher Einrichtung aufmerksam gemacht. Und herausgekommen ist die Geschichte einer Einrichtung, die seit fast 20 Jahren auf einen Anbau wartet, der aber nicht kommt.
Wie wichtig ist der Anbau für diese Grundschule?
Eine Schule ist auch Gemeinschaft. Aber seit der Wende werden die Kinder in zwei Gebäuden unterrichtet. Seit sieben Jahren müssen die Dritt- und Viertklässler sogar ins Gebäude der Regelschule Warza ausweichen. Das ist drei Kilometer weiter und war eigentlich mal als Übergangslösung vorgesehen - ist aber längst ein Dauerzustand.
Wie ist es denn dazu gekommen?
Seit 1991 ist sie in zwei Gebäude geteilt. Seit sieben Jahren muss ein Teil der Schüler sogar nach Warza ausweichen. Der Einrichtung wurde seit Jahren ein Erweiterungsbau versprochen. Passiert ist aber nichts. Man hat irgendwie das Gefühl, dass die Grundschule vergessen wurde.








