Wolfshybride sollen nicht abgeschossen werden

Entscheidung: Wolfsnachwuchs soll im Tierpark leben

Wolf Symbolbild pixabay
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Autor: AT | Datum: 08.11.2017
Geplant ist eine Kooperation mit dem Bärenpark Worbis

Eine scheinbar endlose Diskussion findet jetzt ein glückliches Ende: Die sechs Hunde-Mischlinge sollen eingefangen werden, dies hat Umweltministerin Anja Siegesmund in einer Pressekonferenz heute bekannt gegeben. Die Welpen sollen in den Bärenpark Worbis kommen. Ebenfalls eingefangen werden soll die Mutter der Mischlingswelpen. Sie wird mit einer Art GPS-Sender ausgestattet, sodass sie jederzeit geortet werden kann.

In den vergangenen Wochen hagelte es heftig Kritik gegenüber der Idee, die Mischlinge zu erschießen. Das Einfangen ist  jetzt die Kompromisslösung. Dafür werden Experten beauftragt, die die Wolfshybriden bis Anfang 2018 einfangen sollen. Sollte dies nicht bis zu Beginn des kommenden Jahres gelingen, erfolgt der Abschuss, um die Vermehrung der Jungtiere zu verhindern.

Häufige Fragen und Antworten

Darüber haben wir schon berichtet

Die Wolfsexpertin Britta Krämer

Britta Krämer vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz hat sich mit Thüringen Reporter Adi Rückewold auf die Suche nach dem Ohrdrufer Wolf gemacht und dabei Ihre Fragen beantwortet.

 

Schäfer-Protest-Aktion bei Ohrdruf

Die Schäfer fühlen sich im Stich gelassen. Bei einer Protestaktion in der Nähe von Ohrdruf sprechen sie deutliche Worte. Als die etwa 50 Schäfer nur wenige Stunden später zu Hause sind, schlägt der Wolf erneut zu. 4 Schafe gerissen - 4 mit schlimmsten Bisswunden im Todeskampf.

Wolfsexperte Michael Witter

Michael Witter erforscht seit 15 Jahren Wölfe. Er ist der Chef einer Hundeschule in Suhl, doch neben den Hunden sind Wölfe seine zweite Leidenschaft. Er studiert das Verhalten von Wolf und Hund, um es zu vergleichen. Über den Wolfsbestand in Thüringen freut er sich natürlich und warnt vor Panikmache und selbsternannten Fachleuten.

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